In dieser Botschaft teile ich einen Text, der durch mich nur so hindurchfloss. Er beschäftigt sich damit, dass man das Leben am besten im Meer seiner Seele lebt – wobei wir als Verstandesmenschen nur allzu gerne vom Strand aus abwägen und unser Badeabenteuer mit allen Facetten planen wollen. Es geht um spirituelle Werkzeuge und weshalb diese häufig nicht ans Ziel führen. Alles was wir benötigen und so krampfhaft mit spirituellen Werkzeugen lernen wollen, haben wir bereits als Boardwerkzeuge immer dabei. Die Lesedauer beträgt zwischen 5 und 8 Minuten.

Es ist schon erstaunlich, wie der menschliche Verstand tickt. Haben wir eine Erkenntnis über uns gewonnen und stehen vor einem neuen Abenteuer, vielleicht sogar einer kleinen oder großen Veränderung im Leben, stehen wir sinnbildlich häufig am Strand unseres wunderschönen Lebens und wägen ab. „Wir“ (unser Verstand) überlegen welche der Optionen die Richtige für uns ist und kommen zu dem Schluss, dass an jeder neuen Lebensroute ein Haken ist. Und dann beschließen wir erst gar nicht ins Wasser hineinzugehen, denn wir könnten ja untergehen. Oder uns im Meer verirren. Doch so funktioniert das Leben nicht. Wenn wir es so angehen, lebt sich das Leben unbequem und sperrig, lieblos und nicht zielgerichtet. Und dabei ist es doch genau diese Ausrichtung auf ein Ziel, die sich der Verstand so sehr wünscht. Vor lauter abwägen und überlegen, den Gedanken was Umfeld und Eltern sagen, den finanziellen Aspekten (schließlich muss ich meine Miete bezahlen) vergessen wir den ursprünglichen Grund, weshalb wir an den Strand gefahren sind: Wir wollten doch nur ins Meer.

Ich habe beschlossen diesem Text eine Chance zu geben, obwohl er sich zu Beginn ungelenk angefühlt hat. Jetzt erkenne ich während des Schreibens die Magie und die eigentliche Botschaft, die sich in ihm vor mir versteckt hat. Wenn ich sage das Schwimmen lernt sich im Meer am besten, dann steht der Strand sinnbildlich für das verstandesgemäße, alltägliche Leben, das wir leben. Und das Meer steht für das grenzenlose Sein, das wir in Wahrheit sind und in das wir so gerne eintauchen würden. Wir haben gelernt es uns am Strand gemütlich zu machen. Schleppen Schirme und Decken, Kühltruhen und tonnenweise Kinderspielzeug an den Strand. Selbiges gilt für unser Leben: Wir haben es zugemüllt mit allerhand Gegenständen, Meinungen, Glaubenssätzen und Ängsten, die gar nicht von uns stammen. So vollbepackt mühen wir uns durchs Leben und brutzeln in der Sonne unseres Alltags. Doch dabei übersehen wir etwas: Wir kucken ständig auf das Meer und vergessen dabei doch vollkommen, dass wir das Meer sind. Wir wollen etwas erreichen, was wir längst sind. Für den Gang ins Meer brauche ich keine Gegenstände. Kein Strandspielzeug für die Kinder. Keine Kühltruhe und keine Schirme. Was ich brauche bin ich selbst der den klaren Entschluss fasst, ins Wasser zu gehen und sich ihm hinzugeben.

Soweit mein Auge reicht blicke ich gerade auf den atlantischen Ozean und bin ob seiner Größe, Macht und Anmut wie in Trance. Mir wird bewusst, wie klein und groß wir gleichzeitig sind. Und, dass wir ein Teil des grenzenlosen Ozeans sind – jeder auf seine Weise. Denn wir alle sind der Ozean und doch ist jede Welle einzigartig und kommt nur einmal vor. Wir sind Ozean und Welle – und der Strand. Auch der Strand gehört zu unserem Leben, er steht sinnbildlich für unsere oberflächliches Bewusstsein mit seinen Gefährten, dem Verstand und dem Ego. Und doch sind wir eben genauso das Meer, diese tiefe, weite und Unbegrenztheit die sich der Strand niemals vorstellen kann. Schwimmen lernt man jedenfalls nicht am Strand; welch herrliche Botschaft, welch unverwechselbares Bild für so vieles im Leben. Nicht jeder wird sie verstehen und doch jeder auf seine ganz eigene Art. Schwimmen lernt man im Meer – zum Beispiel auch wenn man auf der Suche nach sich selbst ist. Anstatt am Strand zu stehen, das nächste Yoga-Retreat zu buchen, das nächste Buch zu lesen oder mal wieder in ein Schweigkloster zu gehen, die nächsten 3 Stunden Meditation, die ja so wichtig für uns sind – alles nur um eigentlich ins Meer zu kommen und doch sitzen wir am Strand. Wir sitzen am Strand und führen all diese spirituellen Rituale und Werkzeuge aus, in der Hoffnung uns selbst zu erkennen uns unser Sein zu erklären. Doch Erklärung findet nur am Strand, im Verstand statt. Der Ozean, das Meer muss sich nicht erklären. Es weiß um seine Unbegrenztheit.

Anstatt am Strand zu sitzen und mit all den Werkzeugen zu versuchen etwas zu erklären, was wir nicht erklären können – lasst uns einfach ins Meer gehen. Lasst uns in die Selbsterforschung eintauchen, die jeden von uns umgibt. Lasst uns aufhören zu meditieren um endlich einmal richtig meditieren zu können. Wir können nicht anders als uns selbst zu erforschen; das ganze Leben ist eine einzige Selbsterforschung. Und doch funktioniert die Selbsterforschung nicht durch stundenlanges still sitzen und meditieren oder in dem wir den Anweisungen des weisen, östlichen Meisters im Youtube-Video folgen. Selbsterforschung ist unmittelbar, jederzeit möglich und ist die wahre Erkenntnis des Seins; der immer währenden wahrhaftigen Existenz dessen, was wir in Wahrheit sind. Diesen Text liest nicht dein Verstand, er ist durch mich in die Welt getragen vom Ozean, der all unsere Seele ist und bestimmt ist, für die Welle deiner eigenen Seele um zu verstehen, dass Gewahrsein und Echtheit, das Sein, keine Werkzeuge braucht. Löse dich von der Illusion der Spiritualität – zumindest dem Konzept, den dein Verstand ihm verpasst hat – und tauche einfach ein ins Meer deines Seins. So nah sind wir an diesem Meer, an allem was wir suchen. Allen Antworten für unser Leben und allem, was wir uns selbst wünschen. Unser Seelenplan liegt ständig vor unseren Augen und anstatt ihn uns aus der Nähe anzusehen, stehen wir mit dem Fernglas am Strand um danach zu suchen. Dabei ist er nur wenige Schritte, im Sein des Ozeans, zu finden.

Dieser Text übermannte mein Ich denn auch mein Ich ist nicht in der Lage, ihn mit dem Intellekt vollends zu verstehen. Aber meine Seele tut es und so wird es auch deine tun. Wir sind ein und der selbe Ozean und drücken uns als individuelle Welle aus. Stehe nicht länger am Strand sondern gehe einfach schwimmen in dein Sein und lasse dich treiben von aller Erkenntnis und Heilung, die dich dabei umgeben wird.  

Alles liebe und auf bald, 

dein Manuel J. Kugler 

*Noch ein liebevoller Hinweis: Meditation, Yoga, Bücher und viele weitere (spirituelle) Werkzeuge haben alle ihre Daseinsberechtigung. Manchmal habe ich lediglich das Gefühl, dass viele „Suchende“ bei ihrer Suche den Aspekt vergessen, dass sie längst dort sind, wo sie mit stundenlanger Meditation hin wollen. Alles Leben, alles Sein, trägst du im Herzen – darum meditiere dem Meditieren willen und nicht um krampfhaft zu versuchen, den nächsten Schritt oder die „Erleuchtung“ zu finden. In Liebe, M.  

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Teile diese Botschaft gerne mit Menschen, die dir am Herzen liegen oder bei denen du einen Impuls hast, sie oder er sollte das einmal lesen, da es wichtig für sie oder ihn sein könnte. Vielen Dank, dass du diese Botschaft in die Welt trägst! ✨ 

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Als spiritueller Lehrer und Wegbegleiter lehre ich den Weg ins Innere um zu erkennen, wer wir in Wahrheit sind. Wer sein inneres Licht wieder entdeckt, braucht keine Hilfe von Außen. Er entdeckt seine wahre Berufung, ist in der Lage sich körperlich und seelisch zu heilen und sein Licht mit der Welt zu teilen. Dieser Artikel ist aus genau jener Motivation entstanden und es erfreut mein Herz jedes Mal ins Unermessliche, wenn „jemand“ es schafft, sich zu erinnern, wer er in Wahrheit ist. Neben der Veröffentlichung von Artikeln, biete ich spirituelle Lesungen & Seminare an, bei denen jeder Willkommen ist, der mehr über seine wahre Natur erfahren möchte. Zu den Lesungen geht es hier und zu den Seminaren hier.